Was ist Ergotherapie?

Der Begriff Ergotherapie leitet sich vom altgriechischen Begriff „ Ergon“ ab. Dies bedeutet Werk, Arbeit, Tat, Handeln. Seit dem 01.01.1999 löst die geschützte Berufsbezeichnung Ergotherapeut/ -in, die bis dahin geltende Berufsbezeichnung Arbeits- und Beschäftigungstherapeut/ in ab.

Ziel der Ergotherapie im weitesten Sinne ist, die weitgehende Selbständigkeit und somit Unabhängigkeit des Patienten in all seinen Lebensbereichen.

Das heißt, die ergotherapeutische Behandlung bewirkt eine Aufhebung, eine Reduzierung oder einen entsprechenden Umgang mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Funktionseinschränkung. Das Erreichen der größtmöglichsten Handlungsfähigkeit im Alltag des Patienten steht im Vordergrund.

Lebensbereiche können neben dem häuslichen Umfeld, wie der Wohnung, auch der Kindergarten, die Schule sowie der Ort des Spiel und – Freizeitgeschehens sein. Insbesondere das Ziel der Arbeitsfähigkeit und der weitgehenden Selbständigkeit im Berufsleben des Patienten können ergotherapeutische Maßnahmen erfordern.

Ergotherapie gehört wie die Physiotherapie, Logopädie und Podologie zu den Heilmitteln. Sie wird vom Arzt verordnet und unterliegt den Heilmittel-Richtlinien nach §92 SGBV.

Wo sind Ergotherapeuten allgemein tätig:

  • in Kliniken der Fachbereiche der Kinder –u. Jugendpsychiatrie, der Pädiatrie (Kinderheilkunde), der Orthopädie, der Unfallheilkunde/ der Chirurgie, der Inneren Medizin, der Psychosomatik, der Rheumatologie, der Neurologie und Geriatrie
  • im Betreuten Wohnen
  • in Sonderschulen, Kindergärten, Heimen und Frührehabilitationen
  • in Sozialpädiatrischen Zentren
  • in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation sowie in Werkstätten für Behinderte
  • im altersgerechten Wohnen, wie in Seniorenresidenzen, Alten u- Pflegeheimen oder Tageskliniken
  • in eigener Praxis